In geselligem Beisammensein genossen die Gäste das Weihnachtsessen.

Das Team im Open Heart Zürich.

Die Gäste genossen ein Züri-Geschnetzeltes mit Knöpfli, Rüebli und Broccoli.

Auch die Weihnachtsdekoration darf nicht fehlen.

Vor dem Hauptmenü laden "spanische Nüssli" zum Knabbern ein.

Die Gäste geniessen das Essen in geselliger Runde.

Open Heart – ein Name mit Konzept

Es ist Samstag, der 5. Dezember 2020, die Temperaturen liegen knapp über dem Gefrierpunkt, der Wind bläst und es fällt leichter Regen. Kein Abend, um ihn draussen zu verbringen. Und dennoch für viele Notleidende Realität. Für diese Menschen stehen im Open Heart nicht nur die Türen offen. Mit offenen Herzen werden hier Menschen in Not willkommen geheissen und an diesem Abend zum Weihnachtsessen geladen.

Bei unserer Ankunft im Open Heart herrscht bereits emsiges Treiben. Der Aufenthaltsraum ist weihnachtlich dekoriert und lädt zum Verweilen ein. In der Küche sind das Team des Open Hearts und freiwillige Helfer fleissig dabei, das Weihnachtsmenü zu zaubern. Der Broccoli und die Karotten sind geschnitten, Fleisch wird angebraten und Spätzli werden von Hand geschabt. «Das macht riesigen Spass, wenn man weiss, für wen man dies tun darf», erklärt Becky Kupferschmid, die Frau von Pjtsch Kupferschmid (Leiter Open Heart) lächelnd, während sie den Spätzliteig durch das Sieb drückt.

«Eifach Mänsch sii!»

Langsam füllt sich der Aufenthaltsraum mit Gästen. Die Stimmung ist ausgelassen. Alle freuen sich auf den bevorstehenden Abend. Einige vergnügen sich beim Tischfussball, andere sind in Gespräche vertieft. Kurz nach 17:00 Uhr ist der Saal gut gefüllt. Die Gästeschar ist bunt gemischt. Pjtsch begrüsst die Gäste und wünscht allen einen schönen und gemütlichen Abend.

«Das Open Heart soll ein Ort sein, wo sich Menschen von der Strasse zu Hause fühlen. Mein Motto fürs Open Heart: eifach Mänsch sii. Aber nicht nur zum Wohlfühlen, auch das leibliche Wohl soll hier gefördert werden. Sei es beim Essen in unserem Saal oder anhand der Verteilung auf der Strasse – niemand soll Hungern. Das Open Heart engagiert sich ganz nach dem Motto der Heilsarmee: Suppe – Seife – Seelenheil.» Pjtsch Kupferschmid, Leiter Open Heart

An diesem Abend dürfen sich die Gäste verwöhnen lassen. Heute dreht sich alles um sie und um ihr leibliches Wohl. Für die Anwesenden keine Normalität, werden sie sonst draussen auf der Strasse doch oft nicht wahrgenommen. Dazu Pjtsch: «Das ganz Jahr hindurch geben wir unser Bestes, (Gast)freundschaft zu leben. Nicht nur im Open Heart, sondern auch, wenn wir unterwegs sind. Ich war überrascht, dass so viele Menschen, welche wir auf der Strasse eingeladen hatten, auch kamen. Für uns ein Zeichen, dass unsere Einsätze draussen notwendig sind.»

Das Essen wird serviert. Eine Selbstverständlichkeit für das Open Heart Team und eine kleine Geste der Wertschätzung. Ist das Leben der Gäste sonst von Verzicht geprägt, geniessen sie die Aufmerksamkeit. «Ich komme sehr gern ins Open Heart. Hier fühle ich mich immer willkommen und ich finde immer jemanden, der mir zuhört und sich für meine Sorgen interessiert», erzählt mir einer der Gäste. Dass die Anwesenden vieles entbehren, wird in den zahlreichen Gesprächen deutlich, an denen ich an diesem Abend teilnehmen darf. Und dennoch haben die meisten ihre Lebensfreude bewahrt. Es wird gescherzt und viel gelacht.

Ein rundum gelungener Weihnachts-Abend

Team v. l. n. r.: Daniel, Vreni, Hanna, Becky, Pjtsch, Jeannette

Unser Besuch im Open Heart neigt sich langsam dem Ende zu. Die Gäste, das Open Heart Team und die freiwilligen Helfer feiern noch weiter und geniessen den Abend. Das Fazit von Pjtsch: «Es war ein gelungener Abend mit vielen gutgelaunten Gästen. Mein Team und ich hatten trotz der Strapazen viel Spass. Ein Gast meinte sogar; er habe so fein gegessen, er hätte jetzt nicht mal mehr Appetit auf sein Bier. Ich denke, für uns alle ein unvergesslicher Abend an einer wohl der verrücktesten Weihnachten aller Zeiten.»

Vielen herzlichen Dank, dass wir an diesem Abend Gast im Open Heart sein durften.
Weitere Weihnachtsaktivitäten der Heilsarmee finden Sie hier.

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  • HARI Peter und Hildi

    Super, dass es euch gibt! Macht weiter so. Wir durften während 5 Jahren als Korpsoffiziere an der Luisenstrasse wirken.